Die neue Spielsaison naht – Wo stehen die VfL Mannschaften

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Mitten in der Saison 2019/2020 kam Corona und nach einem absoluten Look down wurde die Saison als beendet erklärt. Mit der Folge das es zwar Aufsteiger gibt aber keine Absteiger. So seltsam es klingt – Corona hat dem VfL Bad Ems den Kopf gerettet. Denn zur Zeit des Abbruches stand der VfL Bad Ems in der Kreisliga A ziemlich abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Nach der längsten Fußballpause an die ich mich überhaupt erinnern kann – unsere Erste hat seit November kein Meisterschaftsspiel mehr ausgetragen – scheint es jetzt im September endlich wieder los zu gehen.

Unsere 1. Mannschaft – Kreisliga A

Natürlich waren die Verantwortlichen beim VfL Bad Ems nicht untätig. Man hat an beiden Mannschaften herumgebaut. Da aufgrund des schlechten Tabellenstandes keine hochklassischen Zugänge erwartet werden konnten hat man aus der Not eine Tugend gemacht. Der VfL Bad Ems I wird nun von einem Trainergespann trainiert. Neben Miguel Palacius Prada tritt gleichverantwortlich der Trainer der bisherigen 2. Mannschaft Daniel Knoll. Mit 2 wirklich guten Trainern sollen die Kräfte im wahrsten Sinne des Wortes gebündelt werden.  So sind auch zahlreiche Spieler der zweiten Garnitur, die ohnehin nach oben gehört hätten, aufgerückt. Unter anderem steht der gute Torwart Martek Tommel nach ausgestandener Verletzung wieder im Tor. Schon in der Vorsaison beim großen Aderlass war er wenn er bei der „Ersten“ zwischen den Pfosten stand immer auch von den Gegnern hoch gelobt worden. Und auch für das Tor hat man gleich einen Neuzugang zu vermelden. Mit Arthur Boss kam ein weiterer recht viel versprechender Torwart von TUS Nassau zum VfL Bad Ems. So ist man schon einmal auf dieser Position recht ordentlich besetzt. Ansonsten ist zum Beispiel Eduard Schweizer ein sehr guter Mann für die Abwehr nach oben gegangen. Neu an Bord sind Roman Lamberti und Harvey Stein beide von Rot-Weiß Lahnstein, die zur Winterpause kamen aber noch nicht für den VfL Bad Ems gespielt hatten. Mit Sean Autor ist ein weiterer Neuzugang von TUS Nassau an Bord. Ebenso wie Roman Ibraimov. Aus der zweiten Mannschaft kommen einige vielversprechende junge Leute nach oben, da wo sie auch eigentlich hingehören. Mit Christian Peter Knoll geht ein spielstarker Stürmer nach oben. Julian Serbov, Erik Mayer, Dominik Decker und Sebastian Kremer, setzt man auf die junge talentierte Karte. Und mit dem Torgefährlichen Marcel Wilm, sowie dem schnellen und schussgewaltigen Marcel Vallendar gibt es weitere erfahrene Ergänzungen an Bord. Also wieder eine ganz neu formierte Erste beim VfL Bad Ems, postiert um die verbliebenen zuverlässigen Kräfte an Bord auf die man setzt, wie Mannschaftskapitän Florian Stork, Alexandru Fratila, Bogdan und Cosmin Mucica, Shqipron Plakolli und Kadir Cosar. Es gab aber auch einige Abgänge beim VfL Bad Ems. Darunter einige mit denen man für die Erste nicht mehr plante, wie zum Beispiel Fillipo Furnani, den es als Trainer ins 70 Kilometer entfernte Ellenz-Poltersdorf zog und der gleich die Spieler Philipp Krieger, Nicolas Armando Guvera und Munter Radwan mitzog. Mit Philipp Krieger und Nico Armando Guvera waren 2 Abgänge dabei, die man gerne in Bad Ems gehalten hätte. Allerdings werden die angesprochenen Spieler zukünftig mehr Zeit im Auto verbringen als auf dem Fußballplatz. Metin Ergün zog es zur TUS Rot-Weiß Koblenz II genauso wie schon vorher Kadir Basibüyük. Cünyet Basibüyük und Kerem Göktas zog es zurück zu TUS Nassau nachdem sie in Bad Ems nicht so richtig Fuß fassen konnten wie sie sich das vorstellten. Und mit Marco Stanciu verliert man zwar einen torgefährlichen Spieler der aber auch recht oft viele Karten sah an den SV Braubach. Mit Björn Palm ging ein weiterer Spieler zur SG Augst, allerdings hatte Björn in der gesamten letzten Saison nicht ein Spiel für den VfL Bad Ems gemacht.

Das hört sich erst einmal nach einem großen Aderlass an. Aber mit den meisten Spielern hatte man in der neuen Saison ohnehin nicht mehr für unsere Erste geplant.

So darf man denn wirklich gespannt sein, wie die neue Saison verläuft. Zu dem Favoriten nach oben gehört der VfL Bad Ems nach der letzten Saison der Tränen sicherlich nicht. Und so kann und muss das Ziel neben starker Konkurrenz nur laute: Abstieg vermeiden. Unter den beiden neuen Trainern, die übrigens auch selbst noch jederzeit die Fußballschuhe schnüren könnten, steht aber schon eine geschätzt spielstärkere Mannschaft als in der letzten Saison auf dem Platz.  Diese muss sich allerdings mit einer starken Konkurrenz auseinander setzen. Mit dem SV Gückingen und dem freiwillig nach unten orientierten SG Nievern/Arzbach sind  zwei ehemalige Bezirksligisten an Bord. Es wird also eine ganz starke Kreisliga A werden mit 17 Mannschaften am Start, so viele wie nie. Und ob die in 2 Staffeln aufgeteilt wird oder eingleisig bleibt ist noch nicht entschieden.

Der VfL Bad Ems II

Und was macht unsere 2. Mannschaft?  Natürlich hat Vereinsintern das große Stühlerücken nach oben in die Erste stattgefunden, so dass die Zweite unter dem Strich erst mal leistungsmäßig ganz erheblich ausgedünnt wurde. Dafür aber bat man gleich ein Trainertrio an Bord. Mit dem bisherigen B Jugendtrainer Dirk Kaschinski und Sven Scharf ist auch noch der erfahrene Mesut Karadeniz mit in der Verantwortung. Alle 3 sind sich aber sicher, dass es mit den verdünnten Kader einen Kampf gegen den Abstieg geben wird.

Es bleibt aber die Hoffnung, dass sich die Mannschaft über den Teamgeist findet und unter dem Motto – jetzt erst recht – es allen zeigen will. Die alten erfahren Hasen wie Thorsten Schönau, Niklas Meuer, Robert Guzdek, der Spielstarke Okan Andic, Bartosz Panek oder Tim Leukel und nicht zuletzt Mesut Karadeniz sollen es richten. Auch wenn er aus beruflichen Gründen nicht so häufig trainieren kann könnte Mamuda Abdulai ein Mann für Tore werden. In Tor setzt man auf Felix Hagmeier- Notfalls könnte auch Arthur Boss von der Ersten zwischen den Pfosten aushelfen und eventuell auch Marek Spranzel, der auch immer mal für ein schnelles Tor gut ist. Daniel Jakubysin und Patryk Chmielewski sind schon seit einiger Zeit in der Zweiten dabei, genau wie Nriqim Morina und Jose Noe Garcia Ramos. Mit Jan Czech und Jan Großmann sind 2 weitere Leute an Bord die durchaus Impulse setzen können. Ebenso wie der zurück gekehrte Etienne Nicolas der als Spielstark gilt. Neu im Kader sind der erfahrene Tim Allkofer, der früher in der Pfalz gespielt hatte ebenso wie Dominik Böckmann von TUS Nassau und  Ercan Basibüyük von gleichem Verein. Und ganz zum Schluss konnte mit Samet Aslan noch ein erfahrener älterer Spieler reaktiviert werden.

Dennoch einem recht großen Kader zum Trotz ist sich das Trainertrio einig, dass es vorwiegend in einer sehr starken Kreisliga B gegen den Abstieg gehen wird. Wenn man alleine sieht wie stark der TUS Singhofen aufgerüstet hat oder mit der neuen Spielgemeinschaft Holzappel, Eppenrod und Gutenacker II sicherlich eine weitere gute Mannschaft in der Liga steht.

Die Devise kann nur lauten, sich über den Spaß und einer guten Gemeinsamkeit sich auch Punkte zu holen, mit denen keiner rechnet. Sollte es gut laufen, dann sind der Mannschaft schon Punkte zuzutrauen womit keiner rechnet.

So gesehen geht der VfL Bad Ems wieder mit 2 recht neu formierten Teams ins Rennen. Bleibt abzuwarten was im Laufe der Saison dazu kommt. Zum Glück hat man beim VfL endlich auch wieder eine A Jugend im Spielbetrieb auch hier könnten Spieler des älteren Jahrganges bei den Senioren aushelfen. In jedem Falle reift dort zahlreicher junger Nachwuchs heran.

So ist man beim VfL Bad Ems des Jahres 2020 davon abgekommen Spieler zu verpflichten die dem Verein zwar weiterhelfen könnten aber dies auch gegen Geld tun. Letztendlich wird es nur über eine starke eigene Jugend gehen. Und so ist der Verein stolz erstmals wieder alle Jahrgänge und 8 Mannschaften melden zu können und das völlig eigenständig.

Beide Teams stehen bereit und freuen sich schon wenn es wieder losgeht. Es bleibt zu hoffen dass dies bald ist und dass auch wieder Zuschauer zugelassen werden. In recht großen 5000 Plätze fassenden Stadion Silberau dürfte Abstand gar kein Problem werden.

Uli Schneider